Rudolf Fischer

 

KIRCHENCHMUCK IN DEN SCHAMSER DÖRFERN

CLUGIN, CASTI UND ZILLIS

 

28 Seiten, 27 farbige Abbildungen, 1918 (2. Auflage 2026),

Fr. 16.- Fr. / Euro, ISBN 978-3 906090-53-5

 

Das Schams ist der mittlere Abschnitt des Hinterrheintals. In den drei 2012 besuchten Dörfern finden sich romanische Saalkirchen mit bemerkenswerten Malereien - hier eine kleine Auswahl -, in Clugin und Casti geschaffen vom uns namentlich nicht bekannten Waltensburger Meister (14. Jh.). In der Apsis der beiden Kirchen der thronende Christus (in Casti hier eine Zehe), die Symbole der vier Evangelisten.

Die Decke der romanischen Kirche St. Martin, entstanden im 12. Jh., ist die älteste vollständig erhaltene be-malte Holzdecke des Abendlandes. Sie besteht aus 153 quadratischen bemalten Holztafeln, jede etwa 90 cm lang. Über den Künstler wissen wir nichts Näheres, auch nicht seinen Namen. Er muss mit der damaligen Buchmalerei vertraut gewesen sein. Die ursprüngliche Anordnung der von vielfältigen Ornamenten um-randeten Bildtafeln ist nicht mehr bekannt. Aussen herum sind Meeresfabelwesen dargestellt, innen

Könige des Alten Testamentes und vor allem ausgewählte Stationen des Lebens Christi, etwa die Verkündigung, die drei Weisen aus dem Morgenland, das Abendmahl und vieles mehr.

 

Die Bilder in diesem kleinen Gelegenheitswerk könnten Betrachter zu einem Besuch und zu längerem Verweilen im bündnerischen

Schams - besonders in der Kirche von Zillis - anregen.

 

Palmyra (Syrien vor 2011).